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Wissensmanagement – Pflicht oder Kür im Unternehmen?

Wissensmanagement | Veröffentlicht am 18. Juni 2018

Wissen ist Macht. Deswegen teilen Verantwortliche im Unternehmen das Wissen nicht immer gerne. Doch nur mit einem guten Wissensmanagement werden Marktforschungsdaten zu Goldstücken, die die Schatzkiste für die Entwicklung einer erfolgreichen Strategie im Unternehmen füllt. Dennoch sieht die Realität häufig anders aus.

Wissensmanagement bleibt häufig eine vage Vorstellung

Häufig beauftragen verschiedene Abteilungen die Marktforschungsstudien. Wenn es eine zentrale Betriebliche Marktforschung gibt, dann reicht es den internen Auftraggebern häufig, den Ergebnisband per E-Mail zu erhalten. Die Dateien versinken dann womöglich in verschiedenen Laufwerken und Ordnern. Einige Führungskräfte halten Ergebnisse unter Verschluss, um sich einen Informationsvorsprung zu sichern. Dies hat zur Folge, dass die rechte Hand nicht mehr weiß, was die linke macht. Neue Kollegen haben keinen Zugang mehr zu den Daten. Im schlechtesten Fall werden Studien zu denselben Themen und damit doppelt durchgeführt. Dies belastet unnötig die finanziellen und zeitlichen Budgets.

Wissen als wertvolle Ressource nutzen

Das für ein Unternehmen interessante Wissen wie z. B. Kompetenzen der Mitarbeiter oder Informationen über Kunden ist grundsätzliche eine knappe Ressource, die damit einen hohen Marktwert hat. Wissen ist eine Ressource, die sich durch Gebrauch und beim Teilen mit anderen nicht vermindert, sondern vermehrt. Daher kann und sollte Wissen sowohl innerhalb eines Unternehmens als auch unternehmensübergreifend wettbewerbswirksam entwickelt und genutzt werden.

Die Japaner Ikujirō Nonaka und Hirotaka Takeuchi definieren in Ihrem Buch The Knowledge Creating Company Wissensmanagement als einen Prozess der kontinuierlichen Erzeugung von Wissen, seiner weiten organisationalen Verbreitung, und dessen rascher Verkörperung in neuen Produkten, Dienstleistungen und Systemen.

Die Verbreitung erfolgt in ganz unterschiedlichen Systemen. In der betrieblichen Marktforschung werden vorrangig inhaltsorientierte Systeme wie Dokumenten-Management-Systeme oder webbasierte Wissensdatenbanken verwendet. Diese haben den Vorteil, dass alle relevanten Stakeholder auf die die Ergebnisse zugreifen können. Dies wird auch als „People-to-Document-Strategie“ bezeichnet. Sie eignen sich für Standardinhalte – wenig komplex und mit einer langen Gültigkeitsdauer. Hierfür ist ein etablierter und standardisierter Marktforschungsprozess in der Innovationsentwicklung, Launch- und Kommunikationsstrategie hilfreich. Entlang der Forschungskette werden dann die notwendigen Dokumente und Ergebnisse gespeichert. D. h. das Wissensmanagement ist geschäftsprozessorientiert. Funktionswissen aus der Betrieblichen Marktforschung integriert sich in in die Durchführung von Geschäftsprozessen und Wissensprozesse binden sich an Geschäftsprozesse an.

Für das Wissensmanagement relevante Stakeholder einbinden

Dadurch, dass die Erkenntnisse allen zugänglich gemacht werden, kann die Organisation zu einer lernenden Organisation werden. Dennoch hat das Thema häufig einen untergeordneten Stellenwert. Die Marketingabteilung hat oft nicht die Zeit, sich systematisch diesen Prozessen zu widmen. Betriebliche Marktforscher kämpfen mit viel Kraft dafür, dass das Wissen strukturiert gesammelt und verfügbar gemacht wird. Damit dies leichter gelingt, sind drei Dinge zu empfehlen.

1.Holen Sie Verantwortliche in übergeordneten Funktionen mit ins Boot

Stellen Sie frühzeitig Ihre Vorstellungen und Ideen Ihren Vorgesetzten vor. Binden Sie Meinungsführer im Unternehmen ein. Kommunizieren Sie die Vorteile und sammeln Sie die Erwartungen alle an diese Datenbank. Denn wenn Sie sie überzeugen, dann schaffen Sie es mühelos, die Akzeptanz und die Vorteile einer Wissensdatenbank zu vermitteln

2. Entwickeln Sie ein zielführenden Schlagwort- und Suchsystem

Die Studien sollten nach klaren Kriterien auffindbar sein. Dazu gehören mindestens das Jahr der Durchführung, die Methode, das Ziel der Untersuchung, Haupterkenntnisse und das durchführende Institut. Die Schlagwörter müssen langfristig konsistent vergeben werden. Deswegen sollten Sie sich dafür Zeit nehmen und Vorschläge von verschiedenen Seiten mit einbinden.

3. Vergeben Sie eine attraktiven Namen für das System und kommunizieren Sie die Vorteile

Ein attraktives Produkt benötigt eine ansprechende Verpackung. Daher wählen Sie einen Namen für das System, das den Nutzen des Systems eingängig verdeutlicht. Wissensdatenbanken stehen häufig nicht in der gedanklichen Priorität vorne. Mit einem guten Namen und einer nutzenorientierten Kommunikation schaffen Sie Aufmerksamkeit und Interesse, die wertvollen Informationen zu nutzen.

Wenn Sie erfolgreich mit einer Wissensdatenbank arbeiten, nutzen Sie Ihre Ressourcen effektiv und effizient. Damit schaffen Sie sich einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

Haben Sie weitere Fragen zum Thema Wissensmanagement in der Marktforschung? Sprechen Sie uns an unter info@bestsight.de  oder T. 040 18 19 18 36.

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